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Wie Meska mit Granitaufbauten bei Engpässen in der Chipherstellung entscheidende Abhilfe schaffen kann.

Nils Gehring

Die Auswirkungen der weltweiten Pandemie sind allgegenwärtig. Davon betroffen ist  auch die Halbleiterbranche. Sie vertröstet ihre Industriekunden angesichts des Chipmangels auf bis zu ein Jahr. Die Engpässe sind kaum zu beheben. Nils Gehring, CEO bei Meska, skizziert im Interview, wie sein Unternehmen dazu beitragen kann eine Lösung aus der Krise zu finden.

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Herr Gehring, viele Ihrer Kunden aus Automotive und anderen Branchen melden akuten Notstand in der Chipherstellung. Wie können Sie als Meska hier helfen?

Die Nachfrage nach Halbleitern boomt im Moment – aus verschiedenen Gründen. Zum Beispiel war über viele Jahre die Automobilbranche ein verlässlicher Abnehmer. Dann kam die weltweite Pandemie. Die Automobilbranche hatte zunächst mit Umsatzeinbußen zu kämpfen und rief nicht mehr die Bestellungen wie gewohnt ab. Darauf reagierten die Chiphersteller, indem sie ihre Produktionen herunterfuhren bzw. auf andere Branchen anpassten. Cloud Computing, Augmented Reality, KI oder Internet of Things dominieren derzeit den Halbleitermarkt. Dazu kommt noch die enorme Nachfrage im Bereich „Consumer Goods“, mit Smartphones und Smartwatches bis hin zu intelligenter Kleidung. 

Erst mit der zunehmenden Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie der Entwicklung im Bereich autonomem Fahren, steigt auch die Nachfrage nach Halbleitern in der Automobilbranche wieder. Das Problem ist nur, dass die Kapazitäten nicht so schnell hochgefahren werden können.

Dazu braucht es Vorlauf und da kommen wir ins Spiel: Wir können mit unseren Blech- und Granitgruppen innerhalb kürzester Zeit, qualitativ hochwertiges Linien- und Prüfequipment bauen und damit die Produktion von Asien nach Europa holen. Das ist die Lösung, die die Branche braucht. 

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Haben Sie Erfolgsbeispiele dafür, wo Meska geschäftsentscheidend geholfen hat?

Ja. Wir haben kürzlich innerhalb weniger Wochen eine Anlage entwickelt und installiert, mit der bereits eine Serie zur Wafer-Messung entstanden ist. Basis war ein Stahl-Schweißgestell mit Granit und Linearführung - in einem Blechgehäuse verbaut. Der Kunde ist sehr zufrieden – und wir auch! 

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Warum ist Granit das perfekte Material für die Chipherstellung?

Granit eignet sich wegen seiner Temperaturstabilität geradezu perfekt dafür. Zudem ist Granit unempfindlicher gegenüber Stößen, reagiert nicht auf Strahlungen und ist dazu auch noch spannungsneutral. Der tonnenschwere Gigant lässt jedes Metall dagegen schwach aussehen. Nicht umsonst ist Granit jetzt schon Bestandteil von Halbleitern. 

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Mit welchen Kompetenzen für die Halbleitertechnik kann speziell Ihr Unternehmen punkten?

Unsere größte Stärke ist ganz klar die kurzen Lieferzeiten. Da sind wir besser als die Konkurrenz, weil wir vom Abbau des Rohmaterials bis zum Granitaufbau die gesamte Fertigungstiefe leisten. 60 Jahren Erfahrung bringen zudem jede Menge Know-how mit sich. Wir können nicht nur branchenspezifisch, sondern auch branchenübergreifend beraten. Uns, bei Meska, ist es extrem wichtig, innovativ und dynamisch auf die Anforderungen am Markt zu reagieren. Daher investieren wir fortlaufend in neue Maschinen, die nicht nur Aufbauten in jeder Größe ermöglichen, sondern auch die Produktionszeit deutlich reduzieren. Mit der Erweiterung der Baugruppe „Metall“, können wir unser Portfolio noch zusätzlich ausbauen. Wir stellen uns den Herausforderungen – das zeigt auch der aktuelle Modernisierungsprozess und die Neuausrichtung der Firma ganz deutlich. All diese Maßnahmen und der außerordentliche Einsatz unserer Mitarbeiter, ermöglichen eine beschleunigte Lieferfähigkeit bei der Chipherstellung.